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England 2019

Tag 9: Dienstag, der 24. September 2019

Wo Europa zu Ende ist

Heute wurden von Dieter die meisten Fotos mit der alten Kamera geschossen, die wir zur Zeit nicht auslesen können. Die Fotos die Ihr hier seht sind ja sowieso nur ein kleiner Einblick und auch nur grob bearbeitet.

Als sich heute morgen im englischen Frühstücksfernsehen eine Wolkenlücke andeutete, haben wir uns direkt um 8 Uhr auf die Socken gemacht und sind Richtung Süden gefahren. Mittlerweile sind alle Schlaglöcher in den Straßen gut mit Regenwasser gefüllt, so dass man nicht sehen kann wie tief sie sind, und wenn uns auf den engen Straßen ein Auto entgegenkommt fahren wir freiwillig an den matschigen Rand, weil wir erstens ja auf Urlaub sind und Zeit haben, andererseits auch Mitleid mit den Kleinwagen haben die sich leicht festfahren könnten.

Unser erstes Ziel heute ist St. Michael’s Mount, die Gezeiteninsel an der Südwestspitze Cornwalls. Bei Niedrigwasser kann man über einen Steg dorthin laufen, bei Hochwasser bringen einen Boote für 2 Pfund pro Kopf und Strecke hin und wieder zurück. Zur Zeit fällt die Ebbe auf die frühen Morgenstunden und den Abend, so dass der Fußmarsch nicht in Frage kommt.
Der Anblick allein vom Ufer aus ist atemberaubend und die Insel sieht fast aus als hätte man sie aus einem Fantasyfilm ausgeborgt. Auf der Insel kann man Schloss und Kapelle besichtigen, was wir uns aber schenken weil wir noch 2 andere Ziele ansteuern wollen bevor das Wetter gegen Mittag wieder umschlägt.

Wir fahren weiter nach Land’s End, wo wir zwischen hunderten Autos und Bussen stehen und wir befürchten einen schrecklichen Massenauflauf. Wie sich herausstellt ist den meisten Besuchern jedoch das wieder schlechter werdende Wetter zu ungemütlich und sie belegen so ziemlich jeden verfügbaren Platz in den Restaurants und Cafés vor Ort.
Wir sind mit dem windigen, aber noch trockenen Wetter zufrieden und machen einen Spaziergang an dem Kunsthandwerkerdörfchen vorbei bis zu den Stellen, von denen ich einen sensationellen Ausblick auf die Klippen habe. Es gibt dort kein Geländer oder dergleichen, deswegen ist jeder mit Höhenangst gut beraten sich fernzuhalten. Mir macht das nichts aus, aber es fängt wieder an zu regnen und wir müssen uns sputen wenn wir die restlichen Fotospots noch mitnehmen wollen denn der Regen kommt genau aus der Richtung in die wir fotografieren wollen. Der eine oder andere Tropfen auf dem Foto dient daher der Veranschaulichung.

Das dritte Ziel St. Ives erreichen wir wieder über endlose Landstraßen durch die Heidelandschaften, an verfallenen Minen und Telegrafen vorbei.

Die Idee dort im Trockenen zu Mittag zu essen hatten vor uns schon ein paar hundert andere Leute, daher fahren wieder zurück nach Holsworthy.

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